Schüleraustausch in Poitiers: Eine Woche im Zeichen Europas
Eine erlebnisreiche Woche verbrachten zwölf Schülerinnen und Schüler der Alexander-von-Humboldt-Schule vom 19. bis 26. April in der französischen Stadt Poitiers. Die Reise fand im Rahmen des Erasmus+-Programms statt und wurde von der Europäischen Union gefördert.
Das Treffen knüpfte an eine erste Begegnung im spanischen Xeraco im vergangenen November an. In Poitiers kamen die deutschen Jugendlichen mit ihren französischen Gastgebern vom Lycée Saint-Jacques de Compostelle sowie erneut mit der Partnerschule IES Montdúver aus Spanien zusammen.
Untergebracht war die Gruppe in einer Jugendherberge. Auf dem Programm standen vielfältige Aktivitäten rund um Nachhaltigkeit, Kultur und europäische Zusammenarbeit. So besuchten die Teilnehmenden ein Unternehmen für Kunststoffrecycling und erhielten Einblicke in nachhaltige Produktionsprozesse sowie in inklusive Arbeitsstrukturen. Im Secondhand-Lager des Roten Kreuzes setzten sie sich mit Wiederverwertung auseinander und gestalteten eigene Kunstwerke aus recycelten Materialien.
Auch der schulische Austausch spielte eine zentrale Rolle. Gemeinsam arbeiteten die Jugendlichen zu Themen wie den Nachhaltigkeitszielen und der europäischen Identität. Im Musikunterricht wurde eine „Friedenshymne“ einstudiert, während die gemeinsamen Mittagessen in der Mensa Gelegenheit zum weiteren Austausch boten.
Neben dem Projektprogramm blieb Zeit, die Stadt zu erkunden. Auf dem Plan standen unter anderem das Rathaus und die Altstadt von Poitiers sowie das Kennenlernen des französischen Spiels Pétanque. Ein besonderer Höhepunkt war der Ausflug zum Schloss Clos Lucé, dem letzten Wohnort von Leonardo da Vinci.
Zum Abschluss der Woche wurde gemeinsam mit weiteren Austauschgruppen aus Belgien gefeiert. Der Samstag stand den Jugendlichen zur freien Verfügung: Während einige den Freizeitpark Futuroscope besuchten, nutzten andere die Gelegenheit für einen Ausflug in die Küstenstadt La Rochelle. Bereits Anfang Mai wird der Austausch fortgesetzt: Dann werden die französischen und spanischen Gäste in Rheine erwartet.











